Freitag, 26. August 2011

Was schadet es schon?

Tach,
Ich habe mich noch ein bisschen auf der Website der GWUP e.V. umgesehen und schließlich diesen Artikel zum Thema Homöopathie gefunden. Er beschäftigt sich mit den Gefahren, die bestehen, wenn Patienten eine allgemeinmedizinische Behandlung vollständig durch homöopathische Methoden ersetzen. Sicherlich, der Artikel ist nicht objektiv, allerdings steckt auch hier ein Teil Wahrheit drin: Zu Gunsten von Homöopathie auf normale Methoden zu verzichten kann in Extremfällen tatsächlich ein riskantes Unterfangen sein, wie das Beispiel mit der Malariavorsorge zeigt:


"Ein Fall, der im British Medical Journal beschrieben wurde, berichtete von einer Frau, die sich während einer Reise nach Togo in Westafrika auf Homöopathie verlassen hatte, was zu einem schweren Malariaausbruch bei ihr führte. Dies bedeutete, dass sie zwei Monate intensiver Pflege wegen Multiorganversagens bedurfte. In einem solchen Fall bietet ein Placebo keinen Schutz. Da schadet es."


Obwohl der Artikel sich auf die Zustände in England im Jahre 2006 bezieht, denke ich, dass er noch immer aktuell ist, da alternative Medizin auch heute noch sehr beliebt ist, auch hier in Deutschland.
Einfach mal durchlesen,
Fortytwo

Mittwoch, 24. August 2011

Ich werd bekloppt...

Nabend.
Es ist halb eins morgens und ich höre, wie fast immer, die LateLine. Heute mit Caro Korneli, und es ist wieder "Geister-LateLine". Das heißt, es rufen reihenweise irrationale Deppen an, die ihre Erfahrungen mit "übersinnlichen Phänomenen", sprich Halluzinationen, Halluzinogenen und sonstigen Geistesverwirrungen und simplen psychologischen Effekten. Jetzt heißt es gerade, dass in einem Altersheim die Nachtschwestern der anrufenden Auszubildenden, oder was sie ist, erzählt haben, dass jedes Mal, wenn jemand stirbt, der Strom komplett ausfällt. So ein Blödsinn. Ich komme mit solchen Idiot(i)en nicht klar, ich rege mich schon wieder zu viel auf...jedenfalls hat Holger Klein, der, der Dienstags moderiert also, immer mal wieder eine Website empfohlen, und zwar die der Die Skeptiker - GWUP e.V., der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften. Dort habe ich eine nette Erklärung des Carpenter-Effekts gefunden, und zwar die hier. Einfach mal ein Stück runterscrollen, bis zum Paragraphen "Schafe und Ziegen". Dazu kommt noch das Phänomen der "Sich selbst erfüllenden Prophezeiung". Wenn man daran glaubt und sich davor fürchtet, dann passiert es auch, das heißt, wenn du daran glaubst, davor Angst hast oder es dir wünschst, natürlich unterbewusst, dann wird dein Hirn dir den Streich spielen um sich selbst zu belohnen oder so und es sich einbilden. Das ist die Realität, die Wahrheit. Fuck for Geister, Gläserrücken und Dämonen.
Bis zum nächsten Mal,
Fortytwo

Dienstag, 16. August 2011

Reisen mit der Deutschen Bahn Vol. II

From Freiburg To Bremen

Livebericht einer Bahnreise quer durch Deutschland

Samstag, sieben Uhr morgens, irgendwo kurz vor der französischen Grenze. Einsteigen ins Auto, mein Fahrrad ist schon drin, es geht zum Freiburger Hauptbahnhof. Fast zwei Wochen war ich jetzt hier, bei guten Freunden in Endingen am Kaiserstuhl und habe vormittags in deren Werkstatt und Büro mitgearbeitet. Jetzt geht es wieder Richtung Bremen, nach Hause. 
Eigentlich hätte ich am Freitag schon fahren sollen. Weil aber kein Platz mehr für mein Fahrrad frei war musste ich bis heute morgen warten. 
Um 8:28 bin ich schließlich in Freiburg nach Offenburg abgefahren, von dort ging es nach 40-minütigem Aufenthalt nach Karlsruhe weiter. Mittlerweile sitze ich im Intercity Karlsruhe - Hannover, es ist kurz nach eins. Mein Sitzplatz ist im letzten Abteil des Zuges, das bis Frankfurt noch das erste war und die Nummer 5 trägt, auf der linken Seite, die bis Frankfurt noch die rechte war. Rechts von mir auf der anderen Seite des Wagens sitzt eine Junge Frau mit einem Tablet-PC, auf dem sie bis eben noch eifrig herumgetippt hat, einen großen Wanderrucksack neben sich. Zwei Reihen vor mir hocken ein dünner, großer Junge mit Topffrisur und Brille und seine Mutter, ca. 1,95 groß und breit wie ein Kleiderschrank, mit sehr kurzen, leicht rötlich getönten Haaren und Designerbrille. Für die beiden musste ich vorhin mein Fahrrad umparken, weil es auf ihrem reservierten Platz stand. Die Frau bestand trotz halb leerem Fahrradabteil darauf.
Mittlerweile ist es zwanzig vor zwei, die Frau mit Tablet und Rucksack ist in Giessen ausgestiegen. Ich denke, jetzt ist ein guter Moment, eine musikalische Pause zu machen, ich habe in diesen Ferien so viel neues gefunden.
Super. Streckenstörung mitten in der Pampa. Wahrscheinlich Kamele auf den Gleisen oder so. Es ist jetzt zwei Uhr, nicht mal mehr vier Stunden bis Bremen und nur noch 1:55 bis Hannover, da muss ich dann ein letztes Mal umsteigen.
14:02 - Es geht weiter. Vor lauter DB-Vorurteilen hatte ich schon befürchtet, es würde nie wieder weitergehen, letzten Endes waren es doch nur zwei Minuten.
Zwanzig nach Zwei. Ich habe gerade die Zeitung der Frau vor mir gesehen. Alle berichten sie heute über den Mauerbau. Ich frage mich, was die Taz heute schreibt. Der iPod spielt Berurier Noir - Commando Pernod. Ich spreche und verstehe zwar kein Wort Französisch, aber egal. Gute Musik. 
Es ist kurz nach halb drei und ich habe gerade gemerkt, dass die Zeitung der Frau vor mir die Zeit ist. Mein linkes Hosenbein ist voller schwarzer Flecken, von denen ich nicht weiß, wo sie herkommen. Mysteriös.
Viertel vor drei - vom iPod: Stoppok plus Worthy - Sei Froh
Jetzt ist es zehn vor fünf und ich sitze im RE nach Bremen. Dieser Zug ist lange nicht so überfüllt wie der von Offenburg nach Karlsruhe (da musste ich die ganzen 45 Minuten stehen), nur ein anderes Fahrrad ist außer meinem noch in meinem Fahrradabteil.
Zu Madness - One Step Beyond (Live) "rast" die Landschaft an mir vorbei, noch ungefähr eine Dreiviertelstunde.
16:55 - Nienburg (Weser). Die letzte Fahrscheinkontrolle ist durch, wie schon die ganze Fahrt über ohne Probleme. Diese Episode von "Reisen mit der Deutschen Bahn" scheint tatsächlich ein Happy End zu nehmen. Vom iPod dröhnt Tom Waits - Russian Dance. Leider ist dieses Lied Eigentum von UMG, deshalb kein Link. Musikindustrieärsche.
Es ist 17:09, noch genau eine halbe Stunde bis nach Hause. Langsam fange ich an mich zu freuen. Der iPod liefert DTH - Das Mädchen aus Rottweil
Zwanzig nach, der Zug ist jetzt fast leer. Mittlerweile füllt dieser Bericht neun Seiten in meinem Notizbuch, neun Seiten voll von für ungeübte Augen unlesbarer Schrift. Die Musik wird immer besser.
Die neongrüne Anzeige im Zug sagt, es ist 17:24. Nur noch eine Viertelstunde bis nach Hause.
Die Ärzte - Zu Spät sagt der iPod.
Nächster Halt ist Achim, ich werde langsam ungeduldig. Songwechsel beim iPod. Irgendwie mag ich diesen schrabbeligen Garagenmusiksound der frühen Ärzte.
Der Zug fährt wieder an, noch 11 Minuten. Mir tut die Hand weh, auf der Rücklehne eines Zugabteil-Klappsitzes zu schreiben ist unangenehm. 
Dienstag, 17:38. Ich sitze am Mac und schreibe diesen Eintrag. Nachdem ich angekommen war, habe ich bei einem Kumpel in Bremen Nord übernachtet, seitdem habe ich nichts mehr zu tun. Ich höre die LateLine-Podcasts mit Holger Klein der letzten Wochen nach. Gestern habe ich mir neue Kopfhörer gekauft, endlich kann ich wieder vernünftig Musik hören. Die letzten waren kaputt. 
Zuletzt hat mein Bericht elf Notizbuchseiten gefüllt. Die Musik, die verlinkt ist, habe ich tatsächlich zum Großteil während der Fahrt gehört, mal abgesehen von den Toy Dolls, King Kurt und den Monsters.
Ich hoffe es hat euch gefallen,
Fortytwo.

Montag, 8. August 2011

Sommerloch...

Moin!
Nach längerer Sommerpause melde ich mich jetzt mal wieder zurück. Der Reisebericht aus England ist mangels Lust zu schreiben auf unbestimmte Zeit verschoben, vielleicht komme ich bis zu den nächsten ferien wieder darauf zurück =)
Im Moment bin ich bei freunden in der Nähe von Freiburg und mache so eine Mischung aus freiwilligem Praktikum und Ferien, das heißt, dass ich vormittags in der Firma und Nachmittags zu Hause bin. Ich manchmal nicht, was anstrengender ist, die Arbeit oder der Fünfjährige zu Hause...
Mich lässt diese Sache mit dem Kunstprojekt von vor den Ferien nicht mehr los. Ich will das wieder machen, noch größer, noch auffälliger, noch haltbarer, aber ich weiß nicht, wie. Für Tipps wäre ich dankbar!
Der zweite Versuch war übrigens am nächsten morgen schon wieder verschwunden. Das bedeutet Rache, und deshalb mus das nächste schwieriger zu entfernen sein. Sprayen wäre allerdings zu stumpf, zu phantasielos. Wer weiß, was mir noch einfällt.
Es ist eigenartig, aber irgendwie freue ich mich aufs neue Schuljahr. Neue Kurse, neue Leute, Physik-LK...das wird gut, auch wenn ich mich jetzt ein bisschen mehr anstrengen muss als letztes Jahr. Ein großes bisschen, bei dem Schnitt von letztem Jahr...
Am 31ten war wieder Rennen, diesmal in Wittgenborn. Ich werde jetzt zu ca. 99,3% in Fachgeschwafel über Kartsport abschweifen, aber das ist mir egal. Bei dem Rennen fuhr meine Klasse, die VT250, zusammen mit den Rotax DD2 ihre beiden Rennläufe. Nun muss man wissen, dass die Viertakter, wie dir VT250 weche sind, im Kartsport vorsichtig ausgedrückt "nicht sehr beliebt" sind, da der Zweitakter, wie der DD2 einer ist, das althergebrachte, traditionelle Konzept ist. Den Viertaktern werden hohe Haltungskosten und geringe Leistung nachgesagt. Und nun sollten Zwei- und Viertakter zusammen fahren. Dass ein solches Rennen, in dem zwei unterschiedliche Motorenkonzepte und Weltanschauungen theoretisch "konkurrenzlos" zusammen fahren sollen, nicht friedlich endet, ist nicht unbedingt selbstverständlich, aber wenigstens verständlich. Und so kam es auch. Beim rollenden Start führten nach Qualifying zwei DD2, danach folgten zwei VT250, der zweite davon ich. Den Start hatte ich gewonnen, war also erster VT und insgesamt Dritter. So liefen dann alle 15 Runden ab. Nach diesem ersten Rennlauf gab es dann schon den ersten Ärger: Der Zweitplatzierte DD2 meckerte mich an, "was es mir denn bringen würde, ihn anzuschieben"; ich hatte ihn am Start zugegebenermaßen recht ruppig angeschoben. Aber das wars ja noch nicht, man sieht sich, wie man weiß, immer zweimal im Leben bzw. auf der Rennstrecke.
In diesem Fall war dieses Wiedersehen der zweite Rennlauf. Hier habe ich den Start verloren, war also nur noch zweiter oder insgesamt vierter, wie man´s nimmt. Nach einer halben Runde hatte ich einen Zwischenfall mit einem DD2-Fahrer, der mir in einer Haarnadel (180°-Kurve) von innen in die Karre gefahren ist und mich so ans Ende des DD2-Felds gebracht hat. Dabei hate mir vorher noch einer von denen gesagt, ich solle mich zurückhalten, wir würden ja nicht gegeneinander fahren. Ab diesem Moment war ich sauer, in schlechten Comics hätte es unter meinem Helm heraus geraucht. Da der VT doch nicht so langsam ist, wie man ihm nachsagt, dauerte es nicht lange, bis ich wieder am Feld der DD2 angekommen war. Dann begann ich mit dem Aufholen. Der erste hat sich gewehrt, naoch einmal gekontert und mich und sich selbst dabei abgeschossen, ich habe ihn aber noch gekriegt. So ging es dann das Rennen über weiter, einen nach dem anderen habe ich mir die verlorenen Plätze zurückgeholt, teils mit recht riskanten Manövern in der ersten, weiten, schnellen Kurve am Ende der Start/Ziel-Geraden, bis ich gegen Ende des Rennens fast wieder war, wo ich gestartet war. Nur noch zwei DD2 waren vor mir, mein VT-Kollege war längst über alle Berge (d.h. 8 Sekunden in Führung). Ich habe leider keinen DD2 mehr bekommen, einen von beiden habe ich noch versucht auszubremsen, allerdings mit mäßigem Erfolg, was soviel heißt wie Berührung und wütende Handsignale von vorne. Der andere fing prompt an, sich mit allen Mitteln gegen mich zu wehren, und so war ich in der Auslaufrunde so kopflos wütend, dass ich ihn angeschoben und quergestellt habe, als er gerade dem ersten DD2 die Hand geben wollte, wie man das fairerweise in der Auslaufrunde immer tut, und ihm über die front seines Karts gefahren bin.
Das gab natürlich erst recht Streit in der Boxengasseneinfahrt vor der Waage und nachher im Parc Fermé. Gebrüll, wüste Beleidigungen und dergleichen zwischen Fahrern und Vätern. Nachher bin ich noch bei dem zweiten DD2 gewesen und habe mich entschuldigt, als wir uns beide wieder beruhigt hatten. Er konnte meine Wut verstehen und ich seine natürlich auch. Ich hatte mich wirklich selten dämlich benommen...=)
Nun ja, das wird wieder Stoff für die Zweitakt/Viertakt-Diskussion im Kartfahrer-Forum geben ;)
Bis denn,
Fortytwo

Donnerstag, 21. Juli 2011

Idiotien der Politik

Moin!

Nach langer Abwesenheit wegen Urlaub schreibe ich jetzt auch mal wieder was.
Kaum ist man mal über eine Woche weg geht hier alles drunter und drüber.
  • Die UN "beschließt" nach langer Diskussion um die Formulierung, dass der Klimawandel eine Bedrohung für den Weltfrieden ist;
  • Vermummte verwüsten ein Genpflanzen-Testfeld, dieses mal unter Androhung von Gewalt gegen die Wachleute.
Die Vereinten Nationen sind schon ein interessantes Konstrukt. Es wird viel geredet und nichts passiert. Dabei ist die Idee durchaus gut: Alle setzen sich zusammen, überlegen sich eine Lösung und einigen sich, was zu tun ist.
    Nur leider ist das mit der Einigung nicht so einfach. Es gibt immer irgendjemanden, der dagegen ist, und sei es nur aus Prinzip. Das ist wie Parteipolitik: "Wenn der da dafür ist, dann dürfen wir nicht auch dafür sein". Wie im Kindergarten.

    Und erst die Themenauswahl: Während sich Modell-UN-Konferenzen schon mit aktiver Problemlösung befassen, diskutiert man in der Realität noch herum, ob das Problem ein Problem ist und wie man das formulieren soll. Und das alles während sich anderswo Leute gegenseitig die Schädel einschlagen oder verhungern. Dabei wird einem immer gesagt, Erwachsene seien vernünftig...


    Genau, Erwachsene und Vernunft.
    Grüne Gentechnik: Ökoterror (Zeit Online)
    Zugegeben, ganz objektiv ist der Artikel auch nicht, aber man lese sich mal das taz-Pendant durch:
    Feldbefreier stehlen Wachdienstdokumente (taz.de)
    Allein die Formulierung "Feldbefreier" für gewalttätige Verbrecher zu benutzen...
    Nun ja, zum Thema. 250.000€ Schaden haben "ein.paar.vermummte.landwirt_INNEN .und.freund_INNEN" angerichtet, und sie haben die Arbeit von jahrelanger Forschung vernichtet. Die Frage ist jetzt: Warum? Im Bekennerschreiben heißt es, es ginge darum, "Den Betrüger_innen und Lügner_innen das Handwerk legen". Mit Betrügern und Lügnern sind wahrscheinlich die Wissenschaftler gemeint, deren Arbeit auf dem Feld, von Wachpersonal bewacht, stand. In welcher Hinsicht die jetzt lügen und betrügen sollen, lässt sich nur vermuten: Wahrscheinlich geht es darum, dass die Wissenschaftler mit großen Gesellschaften zusammenarbeiten, und große Gesellschaften sind generell böse. Was die Lügen angeht, vermuten die "vermummten Landwirte", dass die modifizierten Pflanzen gefährlich sind, auf welche Weise auch immer, und dass die Wissenschaftler das der Öffentlichkeit vorenthalten.

    Ich denke, dass die Leute einfach Angst haben, Angst vor Was-auch-immer. Vor Fortschritt, vor Wissenschaft, vor Technologie. "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht", und dann werden Argumente gesucht. Wie dumm kann der Mensch sein. Um diese Argumente beispielhaft darzustellen, hier einige Kommentare von Zeit Online, zuerst Contra:

    "Also wenn da Wachen am Feldrand stehen zeigt das für mich zweierlei: Da stecken masiv ökonomische Interessen dahinter und es ist bereits der erste Schritt zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Wo keine Wache steht, da kann man sie auch nicht erpressen, nötigen oder Schlimmeres."

    "Es ist längst erwiesen, dass bestimmte Schmetterlinge von genmanipuliertem Saatgut geschädigt werden. Die Freiluftforschung ist nicht zu verantworten. Ich habe diese notorischen Fortschrittsgläubigen so satt, wann setzt sich endlich ein gesunder Skeptizismus gegenüber diesen selbsternannten Heilsbringern durch?"

    "Sie beleuchten den Aspekt der Notwehr nicht im Geringsten, sondern stellen sich auf die Seite einer Lobby, die dafür gesorgt hat, dass es faktisch kein genfreies Soja mehr aus Kanada gibt. Die Durchseuchung ist zu hoch. D.h. kein Bauer kann seine Erzeugnisse mehr als genfrei anbieten."


    Soweit zu den Contras, hier die Pros:

    "Da sie sich von Vandalen zu Räubern "hoch gearbeitet haben", wurde eine Grenze überschritten. Es gibt kein Weg mehr zurück. Deren nächste "Studienfach" wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit "Knastologie" sein."

    "erinnert Sie nicht vieles von dem, was hier zur Verteidigung der Gewalttäter vorgebracht wird, irritierend an die Argumente von Baader, Ensslin und Meinhoff?"
     

    "Deutschland verabschiedet sich aus der Gentechnik, Kernenergie und verweigert den Ausbau der Infrastruktur.
    Was mich beruhigt ist, dass sich der Rest der Welt nicht um deutsche Befindlichkeiten kümmert. Solange deutsche Sonderwege keine Gefahr darstellen, können wir in aller Ruhe vor uns hin spintisieren."


    Jetzt soll sich jeder seine eigene Meinung dazu bilden, meine ist, dass diese Aktivisten reaktionäre Idioten sind.
    Bald kommt der Reisebericht aus England. Bis dahin,

    Fortytwo

    PS: Ich wurde ja von Mary getaggt, also hier die Antworten =)
    Was wäre, wenn...

    1)...ein Wunsch von dir erfüllt würde? Welcher wäre das?
    Ein Mal NASCAR fahren.

    2)...du eine Superkraft hättest, welche wär´s?
    Fliegen wär super, oder Gedanken lesen...

    3)...du ein Märchenheld sein könntest, wer wär´s?
    Gar keiner. Die sind mir alle zu...nett. Vielleicht Shrek, wenn das als Märchen zählt =)

    4)...du in die Vergangenheit reisen könntest, für welche Epoche würdest du dich entscheiden?
    70er/80er in England, als Punk noch Punk war =)

    5)...du dir aussuchen könntest, wo du lebst, wo wäre das?
    Hm, gute Frage. Vielleicht bei Mary mit in ihrem Fjord-Häuschen?

    6)...du in die Zukunft schauen könntest, was würdest du dir ansehen?
    Wenn es das vielleicht irgendwann mal gibt, den ersten Kontakt zwischen Menschen und Außerirdischen. Bestimmt lustig...

    7)...du im Lotto gewinnen würdest, was würdest du mit dem Geld tun?
    Autos sammeln. Und ein Haus bauen. Ich weiß, das ist voll nicht kreativ, aber egal. Ich mag Autos.

    8)...du die Möglichkeit hättest, eine berühmte Person zu treffen (tot oder lebendig), wer wäre es?
    Douglas Adams, auf jeden Fall. Der Mann war ein Genie, der beste Autor der Welt.

    9)...du etwas erfinden könntest, was wäre das?
    Etwas Bodenständiges, wie einen Stift mit eingebauter lesbarer Handschrift.
    Oder etwas komplett sinnloses. Getränkehalter fürs Motorrad, Wurstblinker, irgendwie sowas...

    Fertig! Ich kann jetzt aber schlecht jemanden taggen, weil außer Mary (und die hat mich ja getaggt) keiner meiner drei Leser einen Blog hat. Na ja, ich merk mir das, wenn es mal dazu kommt, dass ich mehr als einen bloggenden Leser habe, reiche ich das weiter =)

    Bis dahin ciao,
    Fortytwo

    Donnerstag, 30. Juni 2011

    Kunstprojekt "Ortsintervention"

    Hi!
    Bis 0:30 heute Nacht habe ich am Schreibtisch gesessen, Lou Reed gehört und Zettel bunt angemalt, alles für das Kunstprojekt heute.  Und es hat sich gelohnt: Die 42 sieht super aus. eigentlich wollte ich sie draußen aufhängen, allerdings hält Tesafilm nicht auf dem Sandstein, aus dem unser Schulgebäude gebaut ist. Deshalb hängt sie jetzt im Haupteingang, und obwohl sie bunt und metergroß ist, wird sie von den meisten übersehen. Es ist schon faszinierend, was für große, normalerweise auffällige Dinge sich einfach dadurch verstecken lassen, dass man sie dort platziert, wo nie jemand hinsieht, weil dort sonst nur triste graue Wandfarbe ist.
    Die neue 42 ähnelt sehr der von Dienstag, die ich ja flüchtig aus Papier und Acrylfarbe gebastelt hatte, allerdings hat sie mehr Prinzip. Hier erstmal zwei Bilder vom ersten Versuch:

    Dieses "Kunstwerk" wurde allerdings in der Zwischenzeit wieder entfernt, geblieben sind nur einige traurige Papier- und Kleberreste an der Wand. 
    Der zweite Versuch von heute ist nicht mehr so chaotisch bunt, sondern ein Farbverlauf von Rot über Gelb und Grün nach Blau. Jedes einzelne Papier ist ein Kunstwerk für sich, da sie nicht deckend angemalt sind, sondern fein gemustert (Deswegen war das auch so eine Höllen-Arbeit).
    Außerdem ist das Format beinahe doppelt so groß. Fixiert habe ich die Blätter, wie schon erwähnt, mit Klebefilm, um keine bleibenden Spuren zu hinterlassen. Ich habe die 42 erstmal hängen gelassen. Mal sehen, wie lange es dauert, bis sich jemand daran stört und sie wegmacht.


    Zwei der drei Zettel unten rechts, die sowas wie eine Signatur darstellen, werde ich wieder abnehmen, sodass nur meine Unterschrift (Ganz unten rechts, der grün-blaue Zettel) bleibt. 
    Wer sich jetzt fragt "Warum eigentlich 42?", dem sei gesagt: Genau deswegen. Damit sich die Leute fragen warum.  Es geht nur darum, einen Denkprozess anzustoßen. Und außerdem mag ich diese Zahl, denn sie ist "die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest". 
    Somit ist das "Kunstwerk" nicht nur groß und bunt, sondern auch eine Würdigung des besten Autors der Welt: Douglas Adams. Der sagte seinerseits dazu, weshalb es 42 ist:

    “The answer to this is very simple. It was a joke. It had to be a number, an ordinary, smallish number, and I chose that one. Binary representations, base thirteen, Tibetan monks are all complete nonsense. I sat at my desk, stared into the garden and thought '42 will do'. I typed it out. End of story.”

    In diesem Sinne, 
    Fortytwo.

    PS: Ich kann jetzt von meinem Mac aus posten, ich hatte bloß das Passwort vergessen, wie mir auffiel. Mein Kugelschreiber ist allerdings immer noch weg.

    Dienstag, 28. Juni 2011

    Zwei Probleme und Kunstunterricht (Impro-Post!)

    Moin,
    Ich hab ein Problem. Nein, eigentlich habe ich zwei Probleme.
    1. Ich habe keinen Kugelschreiber um Posts vernünftig vorzubereiten;
    2. Ich kriege es nicht hin, mich von meinem Mac anzumelden.
    Zum ersten Problem: Ich bereite meine Posts und auch alle anderen größeren Texte aus Prinzip mit Stift und Papier vor, weil ich "digital" nicht kreativ schreiben kann. Und jetzt habe ich keinen vernünftigen Stift, um zu schreiben. Neben bei, an den, der meinen LzO-Kugelschreiber geklaut hat: Gib mir meinen Stift zurück! Das Argument, ich hätte ihn nur wieder irgendwo verschlampt, zählt nicht.
    Zweites Problem: Ich habe jetzt ja einen iMac. Eben habe eben versucht, mich von da anzumelden, geht aber irgendwie nicht. Der denkt immer, ich wollte ein neues Blog eröffnen...deshalb jetzt ein zweiter Aufruf: Wer weiß, wie ich vom Mac an meinen Blog-Account rankomme, soll mir das bitte hier per Kommentar eklären. Bei zwei Lesern ist die Erfolgschance für sowas zwar eher gering, aber egal.

    Aber jetzt zu dem Thema, über das ich eigentlich schreiben wollte: Meinen Kunstunterricht. Ich habe heute meine Kunstnote bekommen, 12 Punkte. Schade eigentlich, ich hätte gerne eine eins bekommen, bei meinem allgemeinen Talentmangel in Kunsttheorie ist das aber utopisch.
    Normalerweise, also bis einschließlich zur neunten Klasse, hat mir Kunst noch nie Spaß gemacht. Dieses Jahr allerdings fings dann an, mir Spaß zu machen. Warum weiß ich nicht genau, jedenfalls war das letzte Halbjahr so ziemlich das beste Kunsthalbjahr, dass ich je hatte. Mein Abschlussprojekt sieht auch erstaunlich gut aus, zumindest für meine Verhältnisse, das heißt, die Farbe blättert ab und alles ist mehr oder weniger graublaugrünschwarz. Aber immerhin. Kunstunterricht ist interessant, jedenfalls die praktischen Teile, die theoretischen nicht so. Ein Bild mit Acrylfarben auf Leinwand zu malen ist unfassbar entspannend.
    Heute sollten wir dann in kurzer Zeit eine Veränderung der Umgebung, also im Allgemeinen Street Art, machen, mit dem Zweck, die vorbeigehenden Leute in ihrer Routine zu stören, um es in meinen eigenen Worten zu erklären. Die der Kunst-Masterstudentin, mit der wir dieses Projekt machen, fallen mir nämlich nicht mehr ein. Dazu habe ich einige A4-Seiten quer in Streifen gerissen und die unregelmäßigen Streifen jeweils mit nem Pinsel und Ölfarbe (War es Ölfarbe? Egal...) angemalt und in Form einer 1,5 mal 1 Meter großen "42" an die Wand geklebt. Vielleicht folgen dazu noch Fotos. Die bezweckte Wirkung dahinter hat sich dann auch sofort eingestellt, als die ersten meiner Kunstkollegen inklusive der Studentin mich fragten "Warum?". Und genau das war auch mein Plan. Die Leute sollen vorbeikommen, die 42 sehen, innehalten und sich fragen "Warum?". Und in diesem Moment entstehen die verschiedensten Assoziationen beim Rezipienten. Da wir allerdings Zeitprobleme hatten (Due to time constrains...) konnten wir nur die Umgebung des Zeichensaals nutzen, deshalb hängt mein "Werk" nur im Kunstsaal an der Wand. Am Donnerstag wollen wir dieses Projekt dann auf die gesamte nähere Umgebung der Schule ausweiten. Dazu möchte ich die Maße der "42" auf das Doppelte erhöhen. Davon wird es hier ganz sicher Bilder geben. Ich freue mich schon darauf die Gesichter der Passanten zu sehen. Ich würde gerne wissen, was die Leute denken. Manchmal würde ich gern in die Köpfe von Leuten sehen können, um zu sehen, welche Wirkung meine "Kunst" hat. Denn gerade das Schaffen von etwas Schönem, das auch noch eine Wirkung hat, ist das, was mir mittlerweile am Kunstunterricht so großen Spaß macht, und ich würde mir wünschen, dass mehr Leute so denken, denn dann wären unsere Häuser, unsere Städte und unsere Welt viel schöner und man würde sich gegenseitig besser verstehen.
    Bis zum nächsten Mal, da gibts dann Bilder,
    Fortytwo

    PS: Wo ist mein Stift?!